Gemengebuet 08/2016 - page 5

Rat Jean Bissen (DP) gibt sein prinzipielles Einverständnis,
da es von Vorteil sei, wenn die alten und daher wartungs-
intensiven Kirchengebäude direkt von einer Kommune
instand gehalten würden. Wäre ein Fonds zuständig, so
wisse man in der Regel nicht, an wen man sich wenden
solle, wer zuständig sei usw. Er weist daraufhin, dass die
Kirche in Mamer als Hauptkirche des Pfarrver­bandes
Mamerdall auserwählt wurde, die Kirche in Cap wird
zusätzlich von der koptischen Glaubensgemeinschaft
genutzt und in Holzem finden immerhin noch 30 Gottes-
dienste jährlich statt.
Rat Marcel Schmit (CSV) gibt im Namen seiner Fraktion
grünes Licht für die Konventionen.
Rätin Edmée Besch-Glangé (Déi Gréng) will wissen, ob
man denn kein Vertrauen in den Fonds habe, wenn man
sage, ein Fonds sei von Nachteil bei der Instandhaltung
der Kirchengebäude.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) präzisiert, dass ein
schnelles Einschreiten, beispielsweise beim Entfernen
von Eiszapfen, im Falle der Verwaltung durch einen
Fonds sehr schwierig werde. Rätin Besch fragt, ob denn
jetzt nicht etwa auch andere Gemeinschaften entspre-
chende Ansprüche anmelden würden. Bürgermeister
Gilles Roth verweist auf das Dekret von 1806, außer-
dem seien die finanziellen Zuwendungen für Glaubens-
gemeinschaften von staatlicher Seite geregelt.
Schöffe Roger Negri (LSAP) hebt die pragmatische Vor-
gehensweise der Gemeinde Mamer hervor, die Kirchen
gehörten einfach zu den jeweiligen Dörfern, und so sei
es nicht verwunderlich, dass sich die Gemeinde auch
weiter darum kümmern wolle.
Die jeweiligen Abstimmungen über die drei Konventio-
nen erfolgen allesamt mehrheitlich (Enthaltung: Jemp
Weydert / Déi Gréng).
2. Approbation d’une convention «Service Senior +»
avec la Fondation «Stëftung Hëllef Doheem» visant
à renforcer l’autonomie et la participation sociale
des personnes âgées par le biais d’une orientation
ciblée et de consultations individuelles.
Schöffe Luc Feller erläutert die Konvention zwischen
„Service Senior +” und der Stiftung „Hëllef doheem”, die
bereits Bestandteil der Schöffenratserklärung gewesen
sei. Konkret gehe es darum, Mitbürgern über 65 bei der
Planung ihres weiteren Lebens in Form von Konsultatio-
nen zu Hause beratend zur Seite zu stehen, also in der
noch aktiven Phase ihres Lebens, die Maßnahme habe
demnach präventiven Charakter. Es sei eine Präsentation
des Projektes im Rathaus geplant.
Rätin Edmée Besch-Glangé (Déi Gréng) bedauert, dass
die Familienkommission hierbei nicht zu Rate gezogen
worden sei, und schlägt vor, eine Passage im Text vor-
zusehen, die es Drittpersonen erlaube, das Sozialamt
auf eventuelle Personen hinzuweisen, die der entspre-
chenden Beratung zwar bedürfen, sich selbst aber nicht
melden würden.
Rat Jean-Marie Kerschenmeyer (CSV) sagt, dass seine
Fraktion das Vorhaben im Sinne des Ausbaus des sozia-
len Angebots der Gemeinde unterstütze.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) präzisiert, dass die
erste anderthalbstündige Beratung kostenlos sei.
Rat Roland Trausch (LSAP) zeigt sich prinzipiell einver-
standen, fragt aber, ob es auch andere Anbieter für die-
se Dienstleistung gebe. Sicherlich gebe es solche, aber
dies sei nun einmal eine Intitiative von „Hëllef doheem”,
so Schöffe Luc Feller (CSV).
Rat Jean Bissen (DP) hat keine Einwände.
Die Abstimmung erfolgt einstimmig.
3. Approbation d’un règlement sur la subvention à
accorder aux personnes âgées ou reconnues dé­
pendantes à titre de participation aux travaux de
déneigement et de taille de haies.
Zur Abstimmung kommt die Subvention für ältere Mit-
bürger (ab 65 Jahren, oder auch für Pflegefälle unterhalb
dieser Altersgrenze) als Bezuschussung von Hecken-
schnitt- und/oder Schneeräumarbeiten in Höhe von 5
Euro pro Stunde (mit einem Höchstbetrag von 100 Euro).
Rätin Edmée Besch-Glangé (Déi Gréng) bezeichnet das
Bezuschussungssystem als wenig ausgereift. Ihre Fraktion
fragt schon seit Jahren für einen Dienstleistung Service für
die Unterstützung von älteren Mitbürgern bei den alltägli-
chen Arbeiten die sie selbst nicht mehr verrichten können.
Solch ein Angebot mit der „Kniwelkëscht” bietet z.b. die Ge-
meinde Steinfort zur vollsten Zufriedenheit der Bürger an.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) meint, es sei schwierig,
das anders zu organisieren. Es sei materiell nicht möglich,
dass die Gemeinde die entsprechenden Arbeiten auf den
Anwesen der dafür in Frage kommenden Einwohner selbst
ausführe. Außerdem könne und wolle die Gemeinde kom-
merziellen Unternehmen keine Konkurrenz machen.
Rat Jean Bissen (DP) zeigt sich einverstanden, weist
aber auf Verbesserungsspielraum hin und bedauert den
Höchstbetrag von 100 Euro. Er sähe lieber eine Totalent-
schädigung für Pflegefälle.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) bezeichnet die Bezu-
schussung als ersten Schritt, er sei offen für bessere Lö-
sungen, doch müssten die Kosten im Rahmen bleiben.
Rat Roland Trausch (LSAP) findet das Vorhaben gut und
schlägt vor, die Resonanz abzuwarten. Es sei dies eine
kleine Hilfe für alleinstehende und/oder ältere Leute.
Er weist dann energisch darauf hin, dass es nicht Sa-
che der Gemeinde sein dürfe, weiterführende - sprich:
handwerkliche - Arbeiten bei Einwohnern zu verrichten,
hier stelle sich nämlich auch stets die Garantiefrage.
Außerdem gebe es immer mehr spezialisierte Klein-
Unternehmen, die entsprechende Hausmeisterarbeiten
verrichten würden.
Rat Jean-Marie Kerschenmeyer (CSV) schlägt vor, den
Start der 65+-Beratungen und der soeben erläuterten
Bezuschussung zu kombinieren.
Rat JemP Weydert (déi gréng) erklärt, dass seiner Frakti-
on das vorliegende Angebot an die älteren Mitbürger nicht
ausreiche und sich auf rein monetäre Aspekte beschränke.
Die Abstimmung erfolgt mehrheitlich (Enthaltung: Jemp
Weydert und Edmée Besch-Glangé / Déi Gréng).
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Sitzungsbericht vom 17. Oktober 2016
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