Gemengebuet 08/2016 - page 12

Der Kostenpunkt liegt bei 40.000 Euro insgesamt, 4.000
Euro davon entfallen auf Markierungen (Andeutung der Ver-
engungen) während der Testphase, die erste Erfahrungs-
werte zu Tage fördern soll.
Rat Jean Bissen (DP) begrüßt den Maßnahmenkatalog
ebenso wie das Unterlassen der sogenannten Schwellen zu
Gunsten einer „gebauten” Erhöhung, die auch mit ­einem
Anhänger komfortabel zu passieren sei. Er schlägt ferner
vor, das Linksabbiegen an der Route d’Arlon zu untersagen,
da der Verteilerkreis in einigen hundert Metern Entfernung
sei, auf diese Weise könne man Rückstaus vermeiden.
Rat Roland Trausch (LSAP) schließt sich den Worten sei-
nes Vorredners an und meint, dass es an der Zeit sei,
die Wünsche der Anrainer zu erfüllen.
Rat Jean-Marie Kerschenmeyer (CSV) gibt sich als Anwoh-
ner besagter Straße zu erkennen, zeigt sich mit den Maß-
nahmen einverstanden, bezeichnet die Straße als eine
Art „Schleichweg“ und fragt, ob der „Höcker” oben in der
Rue Dangé Saint-Romain denn wirklich sein müsse.
Rat Marcel Schmit (CSV) fragt, ob die Verengung am
Parkstreifen-Seitenwechsel nicht etwa Autofahrer zu ei-
ner Art russischem Roulette verleiten könne.
Rat Jemp Weydert (Déi Gréng) gibt sein Einverständnis,
regt jedoch an, den Hebel bereits in der Rue de Bertrange
anzusetzen, da der Verkehr diese ja zumeist zuerst durch-
fahre. Er kritisiert, dass die Radfahrer entlang der Arloner
Straße nicht ausreichend berücksichtigt würden.
Rat Ed Buchette (CSV) berichtet von vergleichbaren Maß-
nahmen in Frankreich, mit positiven Erfahrungswerten.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) stellt das Problem in
der Rue Dangé Saint-Romain in einen größeren Kontext,
berichtet vom täglichen Rückstau in der Route d’Arlon,
welcher auch viele Autofahrer zum Umfahren durch
das Ortszentrum von Mamer und damit durch die Rue
Dangé Saint-Romain verleite. Mit Schuld daran sei die
Schaltung der Ampelanlage an der Kreuzung an der
„Belle Etoile”. Er habe neulich die Zeit genommen: die
Grünphase in Richtung Stadt Luxemburg dauere ledig-
liche 40 Sekunden, derweil die Rotphase 1 Minute und
20 Sekunden dauere, wodurch der Rückstau in Richtung
Mamer vorprogrammiert sei. In diesem Kontext erinnert
er daran, dass er eine Unterredung mit dem zuständigen
Minister F. Bausch in Aussicht gestellt bekommen habe,
diese im Juni hätte stattfinden sollen, dann aber abge-
sagt worden sei. Auf einen neuen Termin warte man
seither … Sollte dieser Termin dann doch noch zustande
kommen, dann werde man nicht nur das leidige Thema
der Route d’Arlon ansprechen, sondern auch das Auto-
bahnkreuz in Mamer/Capellen, wo sich immer wieder
Unfälle ereigneten. Der Bürgermeister unterstreicht ab-
schließend, dass die Verkehrsprobleme in der Gemein-
de Mamer nicht „hausgemacht” seien, sondern dem
Transitverkehr anzulasten seien.
Der Vertreter des Studienbüros geht alsdann auf die ein-
zelnen Bemerkungen und Fragen der Gemeinderatsmit-
glieder ein:
- die Radfahrer sollen nicht eingeschränkt, sondern
vor den passierenden Autos in der Rue Dangé Saint-
Romain geschützt werden;
- dass die Verengungen zu „russischem Roulette” verlei-
ten ist eher unwahrscheinlich; vergleichbare Erfahrungs-
werte haben ergeben, dass die Autofahrer stattdessen
via Blickkontakt verstärkt miteinander kommunizieren,
ähnlich einem „Shared Space”- Konzept; spitzt sich die
Lage hier dennoch zu, kann man die Situation mit ei-
nem Verkehrsschild (roter und weißer Pfeil auf blauem
Grund) regeln;
- zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt erneut eine Zählung,
um die Entwicklung zu verfolgen;
- in der Rue de Bertrange werden viele Autos am Straßen-
rand abgestellt; verengt man hier bereits die Straße, geht
dies zu Lasten des Parkraums.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) lässt dann doch prinzipiell
über die Maßnahmen abstimmen, damit man zumindest
die Testphase anlaufen lassen könne. Das Votum erfolgt
einstimmig.
2. Loi modifiée du 19/07/2004 concernant
l’aménagement communal et le développement
urbain
a) lotissement d’un terrain sis à Mamer, 22 rue Op
Bierg en deux lots (article 29 de la loi);
b) lotissement d’un terrain sis à Holzem, 60-62 rou­
te de Mamer en trois lots (article 29 de la loi).
a) Die Aufspaltung des Grundstücks auf Nummer 22,
Rue op Bierg in Mamer in zwei Parzellen wird ein-
stimmig verabschiedet.
b) Die Aufspaltung des Grundstücks auf Nummer 60-62,
Route de Mamer in Holzem in drei Parzellen wird ein-
stimmig verabschiedet.
3. Approbation de la convention de coopération re­
lative à l’établissement et la gestion du cimetière
forestier régional situé sur le territoire de la com­
mune de Kehlen.
Die Kooperationskonvention für den regionalen Wald-
friedhof auf dem Gebiet der Gemeinde Kehlen wird ein-
stimmig verabschiedet.
4. Approbation des projets et devis au montant de
45.000,00
T.T.C. pour l’aménagement d’une
rampe au Stade François Trausch à Mamer.
Erneut auf der Tagesordnung ist der Bau einer Rampe,
die das Fußballfeld in Mamer auch für behinderte Mit-
menschen, Radfahrer und/oder Bürger mit Kinderwagen
und dergleichen zugänglich machen soll. Der Kosten­
voranschlag liegt bei 45.000 Euro.
Schöffe Roger Negri (LSAP) lässt die Diskussion der voran-
gegangenen Sitzung kurz Revue passieren und meint, alle
gemachten Vorschläge seien hochinteressant, aber in der
Regel um das Zehnfache kostspieliger und nicht zeitnah
umsetzbar. Daher wolle man zunächst besagte zweckmä-
ßige Rampe bauen, anspruchsvollere Lösungen zu einem
späteren Zeitpunkt seien damit nicht ausgeschlossen.
Rat Jemp Weydert (Déi Gréng) begrüßt den Erhalt der
bestehenden Durchfahrt für Radfahrer und bemerkt zur
neuen Rampe, dass der Belag des angrenzenden Park-
platzes in keinster Weise rollstuhlgerecht sei.
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