Gemengebuet 01/2013 - page 6

haben, nicht Gegenstand der Tagesordnung sei, sondern
sich ausschließlich auf die eingangs erwähnten Straßen
beschränkt. Der Schöffenrat habe sich hier in aller Hin-
sicht partizipativ und demokratisch verhalten, was sowohl
die Befragung der betroffenen Bewohner betrifft, als auch
hier selbst im Gemeinderat. Dass dies gerade und von
nur von den grünen Räten kritisiert wird, findet er äußerst
befremdend, da das partizipative Vorgehen gerade der
grünen Partei, auf Landesebene jedenfalls, immer ver-
langt wird, und dies zu Recht. Aufgrund der von den an-
deren Ratsmitgliedern getätigten Äußerungen schlage
er vor, den Abstand in den genannten Straßen nicht zu
erhöhen und bei drei Metern zu belassen. Und dies mit
dem Argument, dass man den Leuten nichts wegnehmen
wolle, und dabei werde bei der 3-Meter Lösung der für die
ganze Gemeinde geltende 3m seitliche Abstand einheit-
lich beibehalten, sowie dies übrigens auch in den Gemein-
den Kehlen, Bartringen und Strassen der Fall sei. Dies sei
im Endeffekt auch eine Sache der Gleichbehandlung aller
Bürger und eine demokratisch gerechte Lösung.
Schlussfolgernd wiederholt Schöffe Roger Negri, dass
künftig bzw. weiterhin in den Straßen Rue Hiereknapp,
Rue Michel Rodange, Avenue Grand-Duc Jean und Im-
passe Grand-Duc Jean ein Abstand von drei Metern gel-
ten werde, bevor er insgesamt 16 Einzel-Abstimmungen
vornimmt, die darin münden, dass der Gemeinderat
mehrheitlich grünes Licht für die Beibehaltung des seit-
lichen Abstandes von drei Metern gibt. Es entspreche
dies dem Status quo des neuen PAG, der in seiner ak-
tuellen Form so vom Gemeinderat in der Sitzung vom
26. Februar 2016 gutgeheißen worden sei. Bei zwölf der
16 Einzel-Abstimmung haben sich die Grünen-Vertreter
ihrer jeweiligen Stimme enthalten, bei den verbleibenden
vier haben sie dagegen gestimmt.
2. Approbation des projets et devis au montant de
746.000,00
T.T.C. pour le renouvellement du ter-
rain de football synthétique (terrain n° 2) au stade
François Trausch à Mamer.
Schöffe Roger Negri (LSAP) stellt die Erneuerung des syn-
thetischen Fußballfeldes in Mamer für den Gesamtbetrag
in Höhe von 746.000 Euro vor. Erneuert würden der obere
synthetische Belag, die Geländer, die Ballfangnetze- und
Gitter, daher rühre auch der recht hohe Betrag.
Rat Jean-Marie Kerschenmeyer (CSV) sichert die Unter-
stützung seiner Fraktion zu und bemerkt, dass die anfäng­
lich mit zehn Jahren veranschlagte Lebensdauer des syn-
thetischen Feldes immerhin um zwei Jahre überschritten
worden sei. Die Erneuerung sei nicht zuletzt im Interesse
der Jugendarbeit des Fußballvereins.
Rat Romain Rosenfeld (LSAP) erläutert die Vorzüge eines
synthetischen Fußballfeldes gegenüber einem herkömm-
lichen und betont, dass das Argument der Mehrkosten
gegenüber einem Rasen-Spielfeld nicht haltbar sei, da ein
synthetischer Belag kaum Instandhaltungsarbeiten nach
sich ziehe und weniger kostenintensiv sei. Er beschei-
nigt dem Schöffenrat, den richtigen Weg eingeschlagen
zu haben und in den vergangenen Jahren ohnehin viel in
Sportinfrastrukturen investiert zu haben. Das sei im Inte­
resse der zahlreichen Vereine der Gemeinde.
Rat Jean Bissen (DP) findet den Teilbetrag für Fangnetze
und -gitter hoch, was Schöffe Negri durch die Höhe von
bis zu acht Metern erklärt, zudem werde ein Subsid beim
Sportministerium angefragt.
Rat Jemp Weydert (déi gréng) findet die vorliegende Inves-
tition in die Jugend zwar teuer, aber gerechtfertigt. Dieser
Beschluss würde allerdings andere, weitergehende Alter-
nativen für den Sportplatz um etliche Jahre verschieben.
3. Décision de principe au sujet du projet de règlement
sur les cimetières communaux.
Bürgermeister Gilles Roth stellt das neue, koordinierte
Friedhofsreglement vor und nennt u.a. folgende Vor-
schriften:
- Ein Todesfall ist binnen 24 Stunden beim Bürgeramt
zu melden.
- Das Begräbnis muss zwischen 24 und 72 Stunden nach
dem Tod der Person erfolgen, eventuelle Ausnahmen
müssen vom Bürgermeister genehmigt werden.
- Tote dürfen nur auf einem Friedhof beerdigt werden.
- Es gibt jeweils eine Totenhalle pro Ortschaft/Sektion
der Gemeinde.
- Der Zugang zur Totenhalle kann bestimmten Familien-
angehörigen des/der Toten im Bedarfsfall (z.B. bei Fami-
lienstreit) durch den Bürgermeister untersagt werden.
- Die Dauer der Grabkonzessionen wird von 30 auf 15
Jahre verringert, was der Gemeinde mehr Flexibilität
gibt.
- In der Regel werden nur ortsansässige Personen auf
den Friedhöfen der Gemeinde beerdigt, Ausnahmen
sind aber unter bestimmten Bedingungen möglich.
- Auch Ungeborene können in einem Sarg bestattet
werden.
- Der gemeinsame Waldfriedhof in Olm unterliegt einem
eigenen Reglement.
- Exhumierungen sind möglich, müssen aber aus gerichts­
medizinischen Gründen angeordnet werden.
- Begräbnisse finden in der Regel um 16 Uhr statt.
Bei der Diskussion meint Rat Jean Bissen (DP), dass die
Laufzeit von 15 Jahren der Gemeinde mehr Flexibilität
biete, er findet die Uhrzeit von 16 Uhr bei Beerdigungen
aber nicht in allen Fällen passend, u.a. weil oftmals viele
Angehörige berufstätig sind. Der Bürgermeister will ge-
gebenenfalls nachbessern.
Rat Roland Trausch (LSAP) gibt grünes Licht, ebenso
Rätin Edmée Besch-Glangé (Déi Gréng), letztere fragt
zudem noch nach einem Platz für die Bestattung von Ur-
nen. Das sei vorgesehen, entgegnet Bürgermeister Gilles
Roth (CSV). Der Punkt wird einstimmig verabschiedet.
4. Allocation de subsides:
a) répartition des subsides ordinaires 2015 aux
associations;
b) 100,00
à l’a.s.b.l. Lëtzebuerger Maartever-
band à titre de contribution communale pour
la réalisation de diverses actions publicitaires;
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Gemengebuet
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07 2016
Mamer Cap Holzem
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