Gemengebuet 05/2016 - page 5

liche Lehrkräfte (82 Prozent), das Durchschnittsalter sei
als recht niedrig zu bezeichnen, der Großteil stamme
aus der Kategorie 30 bis 49 Jahre. Laut ministeriellem
Kontingent komme die Gemeinde auf 1.300 Schulstunden
pro Woche, hinzu kämen noch 156 weitere, durch das
Kontingent nicht berücksichtigte Wochenstunden für
den „Accueil primo-arrivants”, für permanente Lehrerver­
tretungen, für den Sozial- und Moralunterricht sowie für
den „Plan de réussite scolaire”, woraus sich eine Gesamt­
wochenstundenzahl von 1.456 für die Gemeinde ergebe.­
21 Lehrpersonen arbeiteten in Teilzeit, führt Marcel
Schmit weiter aus, bevor er auf die Klassenverteilung zu
sprechen kommt.
Im Kinneksbond Mamer gebe es 4 Précoce-Klassen, 7
Kindergarten-Klassen und 23 Klassen für die Zyklen 2 bis
4, was eine Gesamtklassenzahl von 34 mit 557 Kindern
ergebe, was einem Schnitt von 16,4 Kindern pro Klasse
gleichkomme (884 Wochenstunden). Auf dem Campus
Capellen gebe es 1 Précoce-Klasse, 3 Kindergarten-
Klassen und 10 Klassen für die Zyklen 2 bis 4, was eine
Gesamtklassenzahl von 14 mit 209 Kindern ergebe,
was einem Schnitt von 14,9 Kindern pro Klasse gleich-
komme (364 Wochenstunden). Nach der Präsentation
der Statis­tiken kommt Rat Marcel Schmit (CSV) noch
einmal auf die Verringerung des Kontingents und die da-
durch umso größer werdende Notwendigkeit von Unter­
stützungskursen für Kinder ausländischer Herkunft zu
sprechen. Hinsichtlich außerschulischer Aktivitäten wie
Ausflüge, Wanderungen, Lesenacht und dergleichen, die
bis dato immer einzeln durch das Inspektorat hätten ge-
nehmigt werdenmüssen, habeman jetzt auf Anraten des
Inspektors eine vollständige Liste aller vorstellbarer der-
artiger Aktivitäten erstellt, die in ihrer Gesamtheit einmal
gutgeheißen werde, wodurch die Einzelabnahmen dann
künftig entfallen würden. Betreffend auszuschreibende
Posten gebe es deren für 2016/2017 zweieinhalb, be-
dingt durch diverse „Décharges”, in deren Genuss die
Lehrkräfte Bob Feyereisen, Sandy Spielmann, Carole
Frieseisen, Daisy Servais und Sandra Mergen kommen
würden. Der „Plan de réussite scolaire” (PRS) verfolge
auch im kommenden Schuljahr zwei Ziele, nämlich dass
die Kinder lernten, autonom zu arbeiten, und dass man
jene Kinder, die Lernprobleme habe, möglichst früh
identifiziere, um ihnen zu helfen. Abschließend dankt
Marcel Schmit dem Lehrerkomitee sowie dem Lehrkör-
per der Gemeinde Mamer in seiner Gesamtheit für die
hervorragende Arbeit und wünscht einen guten Start ins
neue Schuljahr, bevor er seine Dankesworte auch auf
die Beamten der Gemeindeverwaltung sowie die Mitglie-
der der Schulkommission ausweitet.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) nimmt zur Kenntnis, dass
die Räte Beissel, Rosenfeld, Bissen und Besch-Glangé zur
Schulorganisation 2016/2017 Stellung beziehen wollen.
Rätin Edmée Besch-Glangé (Déi Gréng) meint, das Dos-
sier sei derart gut vorbereitet gewesen, dass kaum Fragen
offen­blieben, stellt aber die rhetorische Frage, wieso es
nicht gelinge, wieder mehr männliche Lehrkräfte zu be-
kommen und will auch noch wissen, wie es um den Pe-
dibus in Capellen bestellt sei, woraufhin der zuständige
Schöffe, Luc Feller (CSV), entgegnet, dass der Schüler-
transport nicht Gegenstand der Schulorganisation sei,
dass man diese Frage aber zu gegebenem Anlass, und
zwar im Juli, im Gemeinderat diskutieren werde. Schöffe
Luc Feller erklärt, dass die Entscheidung keinen Pedibus in
Capellen einzusetzen im Einvernehmen mit den Eltern und
aufgrund von Sicherheitsfragen entschieden wurde. Die
Verkehrssituation in Capellen rund um die Schule sei nicht
vergleichbar mit jener in Mamer. Auch würde der Schöffen-
rat weiterhin das Prinzip anwenden auf derselben Strecke
keinen Pedibus parallel zum Bustransport zu organisieren.
Die Diskussion betreffend dem Pedibus könne man aber
gerne zu einem späteren Zeitpunkt im Gemeinderat führen.
Rat Romain Rosenfeld (LSAP) bedankt sich für das
komplette Dossier mit den detaillierten und daher in-
teressanten statistischen Angaben über Herkunft und
Sprache der Kinder, bedauert die Herabstufung des
Kontingents um 35 Einheiten, das sei zum Nachteil der
Gemeinde, und verweist auf die in krassem Gegensatz
dazu stehenden positiven Erfahrungswerte durch die
diversen Unterstützungsangebote für bedürftige Schüler,
dennoch unterstütze die LSAP-Fraktion die proviso-
rische Schulorganisation 2016/2017.
Rat Jean Bissen (DP) bedankt sich für die detaillierten
Dokumente, hebt die gute Zusammenarbeit zwischen
den beiden Schulcampi hervor und fragt, warum keine
Projektion der Auswirkungen der noch kommenden
Flüchtlinge auf den Schulbetrieb gemacht worden sei.
Ansonsten sei die DP aber mit der Schulorganisation
2016/2017 einverstanden.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) schreitet ein und betont,
dass es noch kein Datum gebe, wann das Containerdorf
komme, zudem würden Kinder ohne Flüchtlingsstatut
innerhalb des Containerdorfs unterrichtet, und dass
man gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit der Europa­
schule anstrebe und dass sich besagte Frage aber zum
jetzigen Zeitpunkt nicht stelle.
Rat Jean Beissel (CSV) begrüßt das Vorhandensein einer
gemeinsamen Schulorganisation für zwei Schulcampi, geht
dann näher auf die zweite Rentrée im Précoce ein, wo die
projizierten 26 Einschreibungen von der entsprechenden
Notwendigkeit zeugten. Er hebt dann die Notwendigkeit des
Unterstützungsangebots für Schüler nicht-luxemburgischer
Herkunft hervor und würdigt die Vielfalt außerschulischer
Aktivitäten, die für die Entwicklung der Kinder sehr wertvoll
seien. Es sei dies eine Förderung der Kinder auf unkom-
plizierte Weise in einer immer komplexer werdenden Welt.
Zum Schluss dankt er Lehrpersonal, Schulkomitee und
Gemeindeverwaltung für die geleistete Arbeit, nennt die
Schulorganisation in der Kontinuität der Vorjahre stehend
und wünscht viel Erfolg.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) lässt dann über die 4
Unterpunkte abstimmen:
a) Die provisorische Schulorganisation 2016/2017
und der „Plan de réussite scolaire” werden einstim-
mig verabschiedet.
b) Der „Plan d’encadrement périscolaire” wird einstim-
mig verabschiedet.
c) Der Beitrag der Eltern zur Winterklassenfahrt nach
Xonrupt (F) wird einstimmig auf 115 Euro pro Kind
festgelegt.
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Sitzungsbericht vom 9. Mai 2016
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