b) Der Zusatzkredit in Höhe von 100.000 Euro für
den „Contrat d’urbanisme avec révision PAG”
wird mehrheitlich verabschiedet;
die déi gréng sprachen sich beim Votum dagegen
aus, um in der gleichen Logik wie bei der Abstim-
mung über Punkt 1 zu bleiben.
c) Der beigeordnete Gemeindesekretär Jean-Paul
Jost erläutert den mehrjährigen kommunalen
Finanzierungsplan (PPF), der ständig vom Schöf-
fenrat aktualisiert und auf den neuesten Stand
gebracht werde.
Das Votum erfolgt einstimmig.
4. Approbation des projet et devis définitifs au mon-
tant de 3.200.000,00
€
T.T.C. pour l’extension de
la cuisine de la Maison Relais au campus Kin-
neksbond à Mamer.
Der Ausbau der Küche der Maison Relais auf dem Schul-
campus Kinneksbond in Mamer wird vom beauftragten
Architekten Jim Clemes vorgestellt. Der Kostenpunkt
beträgt 3,2 Millionen Euro. Derzeit werden in der vor-
handenen Küche maximal 300 Mahlzeiten am Tag zu-
bereitet, nach Fertigstellung der neuen Küche sollen es
deren 600 pro Tag sein. Dieser Ausbau sei durch den
enormen Zulauf notwendig geworden, so Jim Clemes,
der Zulauf sei einerseits der gesellschaftlichen Entwick-
lung geschuldet, andererseits aber auch der Qualität der
Maison Relais. Diese Entwicklung sei zu keinem Zeit-
punkt vorhersehbar gewesen. Es sei geplant, die Küche
von 135 auf 535 Quadratmeter zu erweitern, inklusive
Lager-, Kühl-, Technik-, Wasch-, Abfall- und Umkleideräu-
me. Die Zufahrt erfolge weiterhin über die Rue François
Trausch in Mamer, um eventuelle Gefahren für die Kinder
auf dem Schulcampus zu unterbinden. Die Gesamtbau-
zeit werde mit zwölf Monaten veranschlagt, wovon deren
allein fünf auf den Umbau der bestehenden Räumlichkei-
ten entfielen, sodass während dieser Zeitspanne der Kü-
chenbetrieb ausgelagert werden müsse, so Jim Clemes.
Rat Marcel Schmit (CSV) bestätigt, dass das Wachstum
nicht vorhersehbar gewesen sei, dieses spreche jedoch
auch für die Qualität der Maison Relais. Er spinnt die Idee
des Umbaus weiter und meint, im Falle uneingeschränk-
ter finanzieller Mittel sei ein kompletter Neubau einem
Umbau vorzuziehen, das bestehende Gebäude könne
dann einer anderen Nutzung zugeführt werden. Er sehe
aber ein, dass dies derzeit nicht möglich sei, sodass seine
Fraktion das Projekt in seiner jetzigen Form unterstütze.
Rat Romain Rosenfeld (LSAP) und Rat Jean Bissen (DP)
bejahen den Umbau ebenfalls, derweil Bissen eine zu-
sätzliche Lärmbelästigung der Anwohner durch die tech-
nischen Installationen (Ventilatoren von Kühlkompres-
soren) befürchtet.
Für Rat Bissen stellt die Vergrößerung der Küche auch
gleichzeitig eine Anpassung an die neuesten Anforde-
rungen in punkto Sanitärhygiene dar und er verweist auf
das Fehlen einer dementsprechenden Kühlzelle für die
Aufbewahrung frischen Fisches.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) weist Architket Jim Cle-
mes an, nicht lediglich die gesetzlichen Mindestanfor-
derungen zu berücksichtigen, sondern technisch alles
Mögliche zu tun, um die Lärmbelästigung so gering wie
möglich zu halten.
Rat Jemp Weydert (déi gréng) bemängelt, dass der
Schöffenrat den Gemeinderäten im Zusammenhang mit
dem Ausbau der Maison relais immer nur Teilprojekte
präsentiere, so dass diese sich kein vollständiges Bild von
den anstehenden Arbeiten machen könnten und auch
nicht über den Gesamtkostenpunkt informiert würden.
Schöffe Roger Negri (LSAP) führt weiter aus, dass ein
Neubau mangels adäquaten Grundstücks ohnehin nicht
möglich gewesen sei.
Schöffe Luc Feller (CSV) meint, dass die Maison Relais
in Mamer durch die Eröffnung des Pendants in Capel-
len ab September entlastet werde, so dass in Mamer in
etwa 150 Plätze frei werden würden. Es sei demnach
Spielraum für die Zukunft vorhanden.
Rätin Edmée Besch-Glangé (déi gréng) nennt das Pro-
jekt ein wichtiges, stört sich aber am Preis.
Schöffe Roger Negri (LSAP) kontert mit den kostenintens-
tiven technischen staatlichen Auflagen Einrichtungen, es
sei dies eben keine Küche für den privaten Gebrauch.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) fasst zusammen, dass
die Gemeinde Mamer mit den Maisons Relais in Mamer
(600 Plätze) und Capellen (250 Plätze) nunmehr über
eine Kapazität von 850 Plätzen verfüge.
Rat Jean Bissen (DP) fragt nach einer eventuellen staat-
lichen Subventionierung.
Das Bauvorhaben wird mehrheitlich (déi gréng: Enthal-
tung) verabschiedet.
5. Approbation des projet et devis définitifs au mon-
tant de 375.000,00
€
T.T.C. pour l’aménagement
de vestiaires dans l’ancien logement de l’annexe
du hall sportif Nic. Frantz à Mamer.
Schöffe Roger Negri stellt das sich auf 375.000 Euro
belaufende Vorhaben zum Umbau der ehemaligen
Pförtnerwohnung in das Nebenhaus der Nic.-Frantz-
Sporthalle in Mamer vor. Es sollen dort u. a. weitere
Mannschaftsumkleideräume sowie auch solche für die
Schiedsrichter eingerichtet werden. Alles soll behinder-
tengerecht sein.
Rat Romain Rosenfeld (LSAP) befürwortet das Projekt,
insbesondere dessen behindertengerechte Auslegung.
Rat Jean-Marie Kerschenmeyer (CSV) fügt die ge
schlechterspezifische Aufteilung der Mannschaftsum-
kleideräume als zusätzlichen Pluspunkt hinzu, die ent-
sprechende Nutzung der ehemaligen Dienstwohnung
habe sich geradezu aufgedrängt.
Rat Jean Bissen (DP) will wissen, wieso nicht der Ge-
meindearchitekt mit diesem Projekt beauftragt worden
sei, so hätte man 44.000 Euro an Honoraren einsparen
können.
Schöffe Roger Negri (LSAP) entgegnet, der Gemeinde-
architekt sei mit dem PAG ausgelastet gewesen. Zudem
sei dies eine sehr technische Angelegenheit, die eher
nach Ingenieurkenntnissen verlange.
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Sitzungsbericht vom 11. Mai 2015