der Gemeinde Mamer, er bedauert aber die langwierigen
Prozeduren und dankt für das vollständige Dossier.
Rätin Edmée Besch-Glangé (déi gréng) schließt sich den
Worten von Jean Bissen an und bedauert die in ihren
Augen nicht ausreichende Vorlaufzeit zur ordentlichen
Vorbereitung auf diese Sitzung, so sei keine gute Vor-
bereitung innerhalb der Fraktion möglich. Die déi gréng
hätten auch bei den vorherigen Abstimmungen im Rah-
men des neuen PAG immer wieder mindestens zwei
Wochen Vorlaufzeit gefordert, doch sei ihnen diese, wie
auch jetzt, nie zugestanden worden. So sei keine seriö-
se Arbeit möglich. Man begrüße bei der neuen Fassung
u.a. die Berücksichtigung schützenswerter Gebäude, die
zweijährige Verspätung bei der Ausarbeitung des neuen
PAG gehe jedoch einzig und alleine zu Lasten des Bür-
germeisters. Mit einer ehrlichen und kooperativen He-
rangehensweise wäre das alles sicher schneller zu be-
werkstelligen gewesen, so Besch weiter. Aus diesen und
anderen Gründen könne die déi gréng-Fraktion diesen
Punkt bei der Abstimmung nicht mittragen.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) wirft ein, dass es für
die Umsetzung der angesprochenen Kooperation der
entsprechenden Bereitschaft auf beiden Seiten bedürfe
und eben diese habe er auf Seiten der déi gréng nicht
ausmachen können. Er wolle jedoch nicht weiter auf die
vergiftete Atmosphäre im Dossier PAG eingehen und
rufe daher nur mehr die Flugblatt-Aktion der déi gréng in
Erinnerung, ohne aber diese erneut vertiefen zu wollen.
Rat Marcel Schmit (CSV) betont, dass der neue PAG
hinlänglich bekannt sei, dass es sich jetzt lediglich um
technische Anpassungen handele. Mamer sei keine In-
sel, das verdeutliche das aktuelle Verkehrsaufkommen
eindrücklich. Mit der Herausnahme von vier Lotissemen-
ten und der Fledermausstudie sei in Sachen Umwelt-
schutz beim neuen PAG jetzt alles getan worden, was
gesetzlich vorgeschrieben sei. Er habe nichts gegen
Umweltschutz, aber das müsse jetzt reichen, man dürfe
nichts übertreiben. Letztendlich sei das Dossier PAG in
den vergangenen Monaten weitergereift. Als Reaktion
auf die Bemerkungen von déi gréng-Rätin Edmée Besch-
Glangé meint Marcel Schmit, man solle sich nicht von
den Methoden, die die Gemeinde Mamer in der Presse
in einem schlechten Licht erscheinen lassen, herunter-
ziehen lassen. Er richtet einen Appell an die déi gréng,
die angesprochene Kooperationsbereitschaft auch tat-
sächlich zu leben und nicht nur davon zu reden und an-
deren fehlende Kooperationsbereitschaft vorzuwerfen.
Schöffe Roger Negri (LSAP) lässt die Entstehungsge-
schichte sowie einzelne Schritte des neuen PAG kurz
Revue passieren und dankt allen, die mit dessen neuen
Ausarbeitung betraut waren. Der aktuelle PAG befinde
sich jetzt auf dem von den Ministerien gewünschten
Stand. In puncto schützenswerte Häuser präzisiert er,
dass in Mamer 40, in Holzem 27 und in Capellen 19, ins-
gesamt also 86 Häuser klassiert worden seien, und dies
auf Vorschlag der Verwaltung „Sites et Monuments”. Im
Vorfeld habe man mit allen diesbezüglichen Eigentü-
mern geredet. In Sachen Bevölkerungswachstum nennt
Roger Negri den Richtwert von 2,43 Prozent pro Jahr, so
dass man von 2500 weiteren Einwohnern in zehn Jahren
ausgehen könne. Dies sei ein vertretbares Wachstum,
wobei man unterstreichen soll, dass die Gemeinde in
den letzten Jahrzehnten für die dafür nötigen Infrastruk-
turen vorgesorgt hätte, wie zum Beispiel neue Schulen
in Mamer und Capellen. Entsprechend zukunftsorien-
tiert sei der neue PAG ausgerichtet.
Déi gréng-Rätin Edmée Besch-Glangé unterbricht und
wirft erneut ein, dass keine Kooperationsbereitschaft
von Seiten des Schöffenrates bestanden hätte bei der
Ausarbeitung des neuen PAG und dass die Opposition-
Fraktionen „déi gréng” sowie „DP” nie gefragt wurden
um im Vorfeld mitzuarbeiten.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) erläutert erneut, dass
der neue PAG von Anfang an in Ordnung gewesen sei,
der amtierende Innenminister habe den PAG verworfen,
weil sein Vorgänger sein OK ohne Argumentation gege-
ben habe.
Gilles Roth fordert die déi gréng auf, ihre Kooperations-
bereitschaft denn auch unter Beweis zu stellen.
Schöffe Roger Negri (LSAP) betont, dass der Staat den
Prozess in Sachen PAG vor dem Verwaltungsgericht ver-
loren habe, nicht etwa die Gemeinde Mamer.
Die Abstimmung erfolgt ohne die Stimmen der Räte
Nancy Brosius (déi gréng/entschuldigt), sowie Jean-Ma-
rie Kerschenmeyer (CSV) und Jemp Weydert (déi gréng),
letztere haben sich in den öffentlichen Bereich zurück-
gezogen, weil sie der Abstimmung aus persönlichen
Gründen fernbleiben.
Der PAG wird mehrheitlich mit den Stimmen der CSV-
LSAP-Koalition verabschiedet, die DP-Fraktion enthält
sich, die déi gréng-Fraktion stimmt dagegen ab.
2. Enseignement fondamental:
a) approbation de l’organisation scolaire provi-
soire 2015/2016 de l’enseignement fonda-
mental et du plan de réussite scolaire (PRS)
pour la période 2015-2016;
b) approbation du plan d’encadrement périsco-
laire (PEP) pour l’année scolaire 2015/2016;
c) approbation du règlement du comité d’école
actualisé;
d) approbation du règlement de fonctionnement
interne actualisé du personnel de l’école;
e) approbation du règlement d’occupation des
postes actualisé du personnel de l’école;
f) fixation de la participation des parents aux
classes aventure à Xonrupt (F) à 115,00
€
/
élève;
g) fixation de l’indemnité revenant au personnel
enseignant accompagnant les classes aventure
à Xonrupt (F) à 18,00
€
par journée de séjour;
h) décisions de différer l’admission de deux en-
fants au premier cycle de l’enseignement fon-
damental d’une année.
Rat Marcel Schmit (CSV) stellt die Schulorganisation
2015/2016 vor, unterstützt vom Präsidium des Schul-
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Sitzungsbericht vom 11. Mai 2015