Gemengebuet 04/2015 - page 6

Rat Jean-Marie Kerschenmeyer (CSV) regt an, eine weitere
Wohnung zur vorübergehenden Unterbringung bedürftiger
Familien zu suchen. Auch fordert er eine Nutzungsgebühr
für die angrenzenden Parkplätze durch „Hëllef Doheem”.
Rat Romain Rosenfeld (LSAP) sichert die Unterstützung sei-
ner Fraktion zu.
Rätin Edmée Besch-Glangé (Déi Gréng) fragt nach einem
behindertengerechten Zugang. Ein solcher sei schwierig
machbar, so Schöffe Negri, angesichts der Beschaffenheit
des Hauses. Bei Bedarf finde man jedoch eine Lösung.
Der Kostenvoranschlag wird einstimmig verabschiedet.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) informiert ferner, dass der
Pächter der Pizzeria den Mietvertrag über 2017 hinaus ver-
längert haben möchte; er wolle nach einer Lösung suchen,
um dem Pächter Planungssicherheit zuzusichern, gegebe-
nenfalls über eine „promesse de bail”. Der Pächter wolle
umfangreiche Arbeiten auf eigene Kosten durchführen.
5. Approbation d’un acte de vente avec M. Pierre
Schroeder dans l’intérêt du redressement de la
route de Holzem (CR 101) à Mamer.
Zur Abstimmung kommt ein Verkaufsakt mit Pierre
Schroeder im Rahmen der Begradigung der Route de
Holzem in Mamer. In puncto Verkehrsberuhigung könne
die Gemeinde Mamer nicht allein entscheiden, da es
sich dabei um eine Staatsstraße handele, dennoch wolle
man sich gemeinsam mit der Straßenbauverwaltung
zwecks Findung einer Lösung zusammensetzen.
Rätin Nancy Brosius (Déi Gréng) fragt, von welchem Teil
der Route de Holzem die Rede sei.
Es gehe um den Teil in Mamer, so der Bürgermeister.
Rat Jemp Weydert (Déi Gréng) verweist auf ein rezentes
ministerielles Rundschreiben, laut welchem nun auch
auf Staatsstraßen Tempo 30 eingeführt werden könne.
Der Punkt 5 wird einstimmig verabschiedet.
6. Pacte climat:
a) approbation de la stratégie climatique et éner-
gétique (Klimaleitbild);
b) approbation des mesures à prendre dans le
cadre de la mise en œuvre du pacte climat.
Rat Ed Buchette (CSV) berichtet von der Arbeit des Kli-
mateams und erläutert das Klimaleitbild:
Leitbild
Das Energieleitbild soll die zentralen Punkte und Ziele der
kommunalen Energiepolitik zusammenfassen und dar-
stellen. Es dient dem Schöffen- und Gemeinderat sowie
der kommunalen Verwaltung als Richtschnur für kommu-
nales Handeln und Planen im Ramen des Klimapakts.
Die Gemeinde definiert für die folgenden sechs Hand-
lungsfelder Zielvorgaben (analog zum European Energy
Award-Entwicklungsprozess):
1. Entwicklungsplanung und Raumordnung
2. Kommunales Energiemanagement
3. Versorgung und Entsorgung
4. Mobilität
5. Interne Organisation
6. Kommunikation und Kooperation
Für weitere Informationen zum Klimapakt und Leitbild der
Gemeinde Mamer, besuchen Sie bitte die Informationsquel-
le PacteClimat auf unserer Internetseite
.
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nement/mamer-solar/
Als eines der größten Probleme spricht Ed Buchette
die Individualmobilität an, das sei aber eine Frage der
Mentalität und nicht von jetzt auf gleich zu ändern. Er
schlägt dem Gemeinderat vor, das Klimaleitbild sowie
die geplante Umsetzung zu verabschieden.
Rat Romain Rosenfeld (LSAP) fragt nach einem Fahrrad-
konzept nach dem Modell der Stadt Luxemburg, ob ein
solches angedacht sei.
Der Schöffenrat spricht von einem erheblichen Kosten-
aufwand, man rate Gemeinden sogar teilweise von der-
artigen Vorhaben ab, aus Kostengründen, in Ballungs-
gebieten hingegen sei ein solches Konzept angebracht.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) will den Vorschlag dennoch
analysieren.
Rat Jean Bissen (DP) glaubt, dass Fahrräder keine
­adäquate Lösung seien. Der DP-Vertreter zeigt sich mit
Klimaleitbild und geplanter Umsetzung einverstanden.
Rätin Edmée Besch-Glangé (Déi Gréng) fragt nach ei-
nem Fahrradparkplatz für Gemeindefahrräder in der
Cité Mameranus.
Rat JemP Weydert (déi gréng) nennt das Leitbild ambitiös
und will deshalb nur nach vorne schauen. Er zeigt sich
skeptisch hinsichtlich der Umsetzung, falls die Personal-
ressourcen nicht angepasst würden und verweist auf die
Möglichkeit von Energiekooperativen, um zum Beispiel
auf dem Dach der neuen Schule in Capellen erneuerba-
re Energien zu nutzen. Es fehlten in der Auflistung der
quantitativen Ziele die aktuellen IST-Werte. Abschlies-
send schlägt er einige textuelle Korrekturen vor.
Beide Unterpunkte werden einstimmig verabschiedet.
7. Avis sur le projet de plan de gestion des risques
d’inondation.
Das Gutachten über das Hochwasserrisikomanagement
wird von Schöffe Roger Negri (LSAP) vorgestellt. Er zitiert
den Auszug aus dem Gutachten betreffend den Lauf der
Mamer auf dem Gemeindeterritorium.
Die Quelle der Mamer liegt an der Grenze zwischen den
Ortsteilen Hivange und Dahlem der luxemburgischen
Gemeinde Garnich auf ca. 355 mNN. In Mersch mündet
sie auf ca. 214 mNN in die Alzette.
Bei einer Gesamtlänge von 25,61 km zzgl. ca. 1,5 km
als temporär fließendes Gewässer beträgt das mittlere
Sohlgefälle 5,2 ‰. Das Einzugsgebiet eine Gesamtgrö­
ße von 84,7 km
2
.
Bis zur Gemarkungsgrenze Garnich bei km 23,6 fließt
die Mamer durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet
und bleibt auch beim HQ100 weitgehend in Ihrem Bett.
Siedlungsbereiche des Ortsteils Garnich werden zwi­
schen km 25,3 und km 25,0 überflutet, wodurch 2 | 18 |
25 Einwohner betroffen sind.
In Holzem führt der bei km 22,3 einmündende Bräder­
baach im Zusammenhang mit einem Durchlass unter
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Mamer Cap Holzem
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