Gemengebuet 02/2015 - page 6

Das sei nicht der Fall, so der Bürgermeister, da das Ver-
fahren bereits im Gange gewesen sei. Man habe das im
Einvernehmen mit den zuständigen Ministerien zudem so
verabredet gehabt. Es sei allen Beteiligten daran gelegen,
die Angelegenheit möglichst schnell zu einem Abschluss
zu bringen. Das sei vor allem Interesse jener Bürger, die
künftig Bauanträge stellen würden. Die sogenannte Fle-
dermaus-Studie, so der Bürgermeister weiter, sei positiv
verlaufen, bis auf einem Ort in Holzem, genauer gesagt
auf dem Gelände eines leer stehenden Gehöfts, das mit
der Auflage belegt werde, dass es nicht abgerissen wer-
den dürfe, ohne dass sich näher mit den Fledermäusen
befasst worden sei. Betreffend schützenswerte Gebäude
auf Gemeindegebiet seien ohnehin Informationsversamm-
lungen für die Bürger geplant. Seitens des Schöffenrats
sei man bestrebt, die Prozedur des PAG zu einem Ab-
schluss zu bringen, im Idealfall bis September/Oktober.
2. Enseignement musical:
a) approbation de l’organisation scolaire rectifiée
2014/2015;
b) approbation d’un avenant à la convention avec
l’UGDA.
Schöffe Luc Feller (CSV) stellt die berichtigte Musik-
schulorganisation 2014/2015 vor, beschränkt sich da-
bei aber auf die Eckdaten. Sie sei plusminus mit der vom
Gemeinderat verabschiedeten identisch, eingeschrieben
seien 304 Schüler, die Zahl der Einschreibungen in die
verschiedenen Kurse liege jetzt bei 437 zu den anfäng-
lich vorgesehenen 439 Einheiten. Es würden beispiels-
weise mehr Kurse auf der untersten Stufe angeboten,
doch sei das kein Problem gewesen, da die Gemeinde
sich die entsprechende Flexibilität gegeben habe, wohl-
wissend, dass es zwischen 1. August und 15. September
alles andere als einfach ist, zusätzliche Lehrbeauftragte
zu finden. Durch die zusätzlichen Kollektivkurse seien
auch die Gesamtkosten gestiegen, nämlich um 30.000
Euro auf 645.000 Euro pro Jahr. Bei der Musikschule in
Mamer handele es sich bekanntlich um eine regionale
Struktur, so Luc Feller weiter. Diese sei einst als Institu-
tion gegründet worden, die sogenannte „Cours de mu-
sique“ anbietet. Das Gesetz zu den Musikschulen unter-
scheide zwischen drei Stufen, genauer gesagt zwischen
„Cours de musique“, „Ecole de musique“ und „Conser-
vatoire de musique“, womit wiederum Unterschiede bei
der staatlichen Bezuschussung verbunden seien, die
einzelnen Multiplikationsfaktoren lägen bei 0,8 für die
Musikkurse, 1 für die Musikschule und 1,2 für das Mu-
sikkonservatorium. Da das angebotene Spektrum der
Kurse ohnehin dem der als solchen definierten Musik-
schule entspreche, wolle der Schöffenrat die unter dem
Oberbegriff der „Cours de musique“ firmierende Einrich-
tung auf die nächstmögliche Stufe, nämlich die der „Eco-
le de musique“ heben, letztlich auch, um in den Genuss
der höheren staatlichen Bezuschussung zu kommen.
Aus diesem Grund und zu diesem Zweck habe man ein
Konventionsprojekt zusammen mit dem Innenministeri-
um ausgearbeitet, das die Kooperation der Gemeinde
Mamer als regionale Musikschule mit den angeschlos-
senen Gemeinden regelt. Das entsprechende Doku-
ment liege derzeit beim Innenministerium, es bleibe die
Frage zu klären, ob man dieser Kooperation besser per
Syndikat oder per Konvention regele. Es gebe da unter-
schiedliche Sichtweisen im Innenministerium, Gemeinde
Mamer und Kulturministerium hätten aber eine klare Prä-
ferenz für die Regelung über eine Konvention, weil eine
solche der Gemeinde Mamer mehr Handlungsspielraum
überlasse. Luc Feller verspricht, den Gemeinderat über
den weiteren Verlauf dieses Vorhabens zu informieren,
sobald neue Erkenntnisse vorliegen. An den Inhalten der
Kurse ändere sich nichts, so Luc Feller weiter, lediglich
an der Struktur.
Rat Marcel Schmit (CSV) würdigt die Leistungen des
Schöffen Luc Feller in diesem Bereich und sichert ihm
die Unterstützung seiner Fraktion zu.
Die berichtigte Musikschulorganisation 2014/2015 wird
einstimmig verabschiedet, ebenso den Zusatz zur Kon-
vention mit der Ugda.
3. Approbation de titres de recette.
Die Einnahmeerklärungen in Höhe von 1.957.827,98
Euro (Geschäftsjahr 2013) und 4.678.010,97 Euro (Ge-
schäftsjahr 2014) werden einstimmig verabschiedet.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) ergänzt, dass jetzt auch
das Zusatzdarlehen zum Tragen komme, das der Ge-
meinderat im Juli 2014 zwecks Vorfinanzierung der aus-
stehenden staatlichen Zuschüsse verabschiedet habe.
4. Adoption d’un projet d’aménagement «Nouveau
Quartier» portant sur des fonds sis à Capellen,
commune de Mamer, au lieu-dit «Zolwerfeld», pré-
senté par le bureau d’études Espace et Paysages
pour le compte de Immo Zolwerfeld s.àr.l. (article 30
de la loi modifiée du 19/07/2004 concernant l’amé-
nagement communal et le développement urbain).
Zur Diskussion steht das Bebauungsprojekt „Nouveau
quartier“ für den Ort genannt „Zolwerfeld“ in Capellen,
eingereicht vom Studienbüro „Espace et paysages“ für
die Gesellschaft „Immo Zolwerfeld s.àr.l.“. Es handele sich
dabei um sozialen Wohnraum zu vergünstigten Preisen,
der in diesem Neubaugebiet habe geschaffen werden
müssen, so Gemeindearchitekt Patrick Wallers. Es sei ein
Wohngebiet mit einer Tempobegrenzung auf 30 km/h. Es
habe keine Beanstandungen von Seiten der Bevölkerung
gegeben.
Schöffe Roger Negri (LSAP) unterstreicht die Notwendig-
keit von Bürgersteigen, der Gemeindearchitekt betont,
dass diese eingeplant seien.
Die Straßen seien mit einer Breite von 5,50 Meter gep-
lant, ergänzt der Bürgermeister und reagiert damit indi-
rekt auf den Kommentar eines Gemeindebediensteten,
laut welchem die Straßen in Neubaugebieten mit unzu-
reichender Breite geplant würden.
Rat Marcel Schmit (CSV) bricht in seiner Funktion als Vor-
sitzender des Sica-Müllsyndikats eine Lanze für seine
Müllmänner, deren Durchkommen in den Neubaugebie-
ten gewährleistet sein müsse. Komme der Müll-Lastwa-
gen nicht durch, werde ein kleineres Fahrzeug geschickt;
die anfallenden Zusatzkosten würden der Gemeinde in
Rechnung gestellt.
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