Sitzungsbericht vom 4. März 2013
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Trotz einer Anpassung der Einschreibegebühren
könne man für das Schuljahr 2012/13 eine deut-
liche Erhöhung der Teilnehmer feststellen erklärt
Schöffe Luc Feller (CSV).
Im letzten Schuljahr waren 223 Kinder einge-
schrieben, während es in diesem Jahr 271 sind.
Auch die Zahl der kollektiven und individuellen
Kurse hat sich von 320 Kursen im letzten Jahr auf
375 in diesem Jahr erhöht.
Die Gesamtausgaben der Musikschule belaufen
sich auf rund 504.000.- €. Rechnet man die Ein-
schreibegebühren sowie den voraussichtlichen
staatlichen Zuschuss ab, so verbleiben zu Lasten
der Gemeindekasse rund 241.000,- €, also rund
900,- € pro Kind. Dies sei zwar ein stolzer Betrag,
welcher jedoch als eine gute Investition in unsere
Jugend definiert werden solle. Anlässlich der letzten
Diplomüberreichung im Januar konnten die Eltern
sich von der guten Qualität der Arbeit überzeugen.
Der Punkt „enseignement musical“ wird einstim-
mig verabschiedet.
4. Approbation du contrat pacte climat
avec l’Etat du Grand-Duché de Luxem-
bourg et le groupement d’intérêt écono-
mique My Energy.
Schöffe Roger Negri (LSAP) erläutert, dass die
Gemeinde Mamer dem kürzlich im Parlament
verabschiedeten Gesetz zu einem Klimapakt für
Gemeinden beigetreten ist. Die entsprechenden
Arbeiten werden staatlicherseits vom GIE „My
Energy“ vor Ort mit den Gemeinden koordiniert.
Zwecks Erreichen des Hauptziels, der Redukti-
on der Treibhausemissionen wird die Gemeinde
mit den lokalen Kommissionen und Vereinigun-
gen eine „Equipe Climat“ zusammenstellen, die
zusammen mit My Energy ein Arbeitsprogramm
bis zum Jahre 2020 aufstellen wird. Je nach den
erzielten Fortschritten wird die Gemeinde nach
Kategorien verteilt entsprechende Subventionen
vom Staat erteilt werden, und zwar nach folgendem
Schlüssel:
- jedes Jahr bis 2020 bekommt die Gemeinde
10.000 Euro für die Bearbeitungskosten ausbe-
zahlt,
- in einer ersten Kategorie bis zum Jahre 2015
werden 15 Euro, bis 2018 werden 10 Euro und bis
2020 weden 5 Euro pro Einwohner ausbezahlt,
- im Falle einer zweiten höheren Zertifizierung
belaufen sich die Subventionen jeweils auf 25,
20 und 15 Euro,
- und in einer dritten Zertifizierungsphase sind es
dann jeweils 35, 30 und 25 Euro.
In Betracht gezogen werden hauptsächlich die
öffentlichen Bauten aber auch die privaten Haus-
halte, die nach einem 100 Punkte Schlüssel
bewertet werden, wobei 12 Pkte auf die Außen
isolierung fallen, 12 auf die Isolierung der oberen
Häuserdecke, 7 auf die Kellerdecke, 7 auf des
Ersetzen von Fenstern, 7 auf die Ventilation der
Räume, 21 auf neue Passivhäuser mit Baustan-
dard AAA, 7 auf Solaranlagen, 20 auf Biomas-
sen- oder Erdwärmepumpenheizung und 7 auf
Fotovoltaikanlagen. Abschließend erklärt Schöffe
Roger Negri, dass sobald die Klimagruppe ihre
Arbeit aufgenommen habe, eine diesbezügliche
Informationsversammlung vom Schöffenrat orga-
nisiert werden wird.
Zu My Energy hatte Rat Alfons Schmid (CSV)
folgendes zu bemerken:
Ergänzend zu den Ausführungen von Herrn Negri
möchte ich darauf hinweisen, dass sich die
Gemeinde für die externe Lösung entschieden
hat. D.h. der Klimaberater wird von MyEnergy als
Träger der Lizenz von eea zur Verfügung gestellt
jedoch auf Kosten der Gemeinde.
Die Verfügbarkeit dieser Person ist gestaffelt
nach der Einwohnerzahl und liegt bei 8000 Ein-
wohnern bei 42,85 Tagen. Die Aufgaben des
externen Klimaberaters sind: Implementierung
des eea-Programms, Erstellung der Eingangsbi-
lanz, des Maßnahmen-Programms und des Jah-
resberichtes, Begleitung des externen Audits und
der Zertifizierung sowie die Betreuung der lokalen
Klimagruppe, die wir als Nächstes zusammenstel-
len müssen. Unabhängig der Tatsache, dass die
Gemeinde sich für den externen Klimaberater ent-
schieden hat, schlage ich vor, wie bereits bei den
Budgetdiskussionen erwähnt, dass die Gemeinde
parallel eine Person einstellt mit analogen Profil,
wie der externe Berater. Doch dies ist in einer der
nächsten Sitzungen zu diskutieren. Heute geht es
nur um die Genehmigung des Vertragsabschlus-
ses, die wir als CSV-Fraktion begrüssen.
Rat JemP Weydert (déi gréng) befürwortet den
Beitritt zum Klimapakt, bedauert aber, dass die
Gemeinde, nach fast 20 Jahren Mitgliedschaft im
Klimabündnis, immer noch keinen internen Posten
eines Energieberaters geschaffen habe. Dass nun,
an nicht einmal einem Tag pro Woche, ein externer
Berater die Situation retten soll, sei unwahrschein-
lich und deshalb stimme seine Fraktion gegen den
vorliegenden Vertrag.