Gemengebuet 03/2013 - page 7

De Gemengebuet
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Nr. 3 2013
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Irritationen, die von der Opposition, dem Studi-
enbüro, den Beamten der Planungskommission
und durch die Berichterstattung einzelner Medien
ausgegangen seien, erreicht worden. ZumSchluss
beglückwünscht er den Schöffenrat zu dem
erreichten Ergebnis.
Grünen-Rätin Edmée Besch-Glangé bezeichnet
den PAG als eines der wichtigsten kommunalen
Projekte für die Zukunft, bedauert aber, dass die
damit zusammenhängenden Entscheidungen
quasi im Alleingang getroffen worden seien,
genauer gesagt, die neun Angehörigen der CSV-
LSAP-Mehrheit im Gemeinderat hätten für rund
8000 Bürger entschieden. Sie kritisiert auch
die Zeit, die den Gemeinderatsmitgliedern zur
Verfügung gestanden habe, um die Dokumente
aufzuarbeiten, die sei einfach zu knapp bemes-
sen gewesen. Die „Aufklärungsaktion“ der lokalen
„DéiGréng“-Sektion via Flugblätter an alle Haus-
halte der Gemeinde Mamer bezeichnet Edmée
Besch-Glangé als Erfolg, über 300 Einsprü-
che seien bei der Gemeinde eingegangen. Die
gesamte PAG-Prozedur, so wie sie in der Gemein-
de Mamer gelaufen sei, bezeichnet sie als „kein
Paradebeispiel für andere Gemeinden“. Dem Bür-
germeister wirft sie zum Schluss vor, ein derar-
tiges Tempo vorgelegt zu haben, um der erste
Bürgermeister des Landes sein zu können, der
seinen PAG „durchgeboxt“ habe.
LSAP-Rat Romain Rosenfeld reagiert auf die
Worte von Jemp Weydert (Déi Gréng), der der An-
sicht ist, die Gemeinderatsmitglieder der Mehrheit
sollten das Projekt nicht verabschieden, da ihnen
die nötigen Informationen nicht zu einem ange-
messenen Zeitpunkt vorgelegen hätten, um sich
ein klares Bild darüber machen zu können, indem
er sagt, das stimme schlichtweg nicht. Das initiale
PAG-Projekt sei seit Monaten bekannt, man habe
es studieren können, und man sei von Schöf-
fe Roger Negri (LSAP) über die Entwicklung des
Dossiers auf dem Laufenden gehalten worden. Er
hält auch fest, dass der Schöffenrat das Projekt
nicht koste es, was es wolle habe „durchboxen“
wollen. Nach der Anhörung der Bürger seien An-
passungen vorgenommen worden. Zum Schluss
beglückwünscht er den Schöffenrat zu der gelei-
steten Arbeit, und erklärt, dass die LSAP-Fraktion
den neuen PAG mittragen werde - jener PAG, der
ein moderates Wachsen der Gemeinde Mamer
gewährleiste.
CSV-Rat Marcel Schmit bemängelt die teils un-
sachliche Diskussion, so wie sie von einzelnen
Oppositionsvertretern geführt worden sei und
werde. Er verweist auf die zukunftsorientierte
Arbeit der CSV-LSAP-Mehrheit, in die sich auch
der vorliegende PAG einreihe, und lässt die um-
gesetzten Projekte der jüngeren Vergangenheit
Revue passieren - als Beweis der bürgerorien-
tierten Politik der Mehrheitsparteien. Die CSV
trage das PAG-Projekt mit, so Marcel Schmit
weiter, doch sei der Schöffenrat daran erinnert,
eine eventuelle Spekulationstaxe auf brach lie-
genden Baugrundstücken oder leer stehenden
Ruinen nicht zu vergessen - im Interesse der
Eindämmung der stetig weiter steigenden Bau-
landpreise.
CSV-Rat Jean Beissel meldet sich Bezug auf
Holzem zu Wort. Im Gegensatz zu den Räten
Bissen und Besch sei er nämlich der Ansicht,
dass es gerade falsch sei, dass in Holzem nichts
passiere. Die Folge dieses Stillstands sei die
Überalterung der Bevölkerung von Holzem. Auch
kämen so nur jene Kinder in den Genuss einer
Bauparzelle, deren Familien welche besäßen. Es
sei zudem unwahrscheinlich, dass Holzem sei-
nen ländlichen Charakter durch den Bau zweier
Wohnsiedlungen verliere. Zum Schluss betont er,
dass die Rue du Moulin in Holzem auch vor Jahren
erschlossen worden sei und dass jene Bürger, die
heute dort wohnen, dereinst froh gewesen seien,
dort ein Baugrundstück erwerben zu können.
Rat JemP Weydert (déi gréng) ruft alle Gemein-
deräte auf, wegen des Verdachts eines Verstoßes
gegen Artikel 20 des Gemeindegesetzes, gegen
das Projekt zu stimmen, denn nur so könne rasch
eine neue Prozedur anlaufen.
Der Punkt betreffend den neuen PAG wird mit
7 Ja-Stimmen gegen 3 Nein-Stimmen von „Déi
Gréng“ und DP verabschiedet.
3. Enseignement musical:
a) approbation de l’organisation sco-
laire rectifiée 2012/2013;
b) approbation d’un avenant à la conven-
tion avec l’UGDA.
Schöffe Luc Feller (CSV) erläutert die definitive
Organisation der UGDA Musikschule für das
Schuljahr 2012/13.
Im Juli 2012 wurde die provisorische Organisation
der «UGDA Musekschoul» angenommen. Erfah-
rungsgemäß kennt man die definitiven Ziffern der
Einschreibungen aber erst nach dem 1. Trimester.
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