De Gemengebuet
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Nr. 3 2013
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b) approbation des projets d’aménage-
ment particuliers «quartier existant»
conformément à l’article 30 de la loi
modifiée du 19/07/2004 concernant
l’aménagement communal et le déve-
loppement urbain.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) geht eingangs
auf den Werdegang des Dossiers rund um den
abgeänderten allgemeinen Bebauungsplan der
Gemeinde Mamer ein, ruft zunächst die Prozedur
in Erinnerung und hebt die 329 eingegangenen
Beanstandungen (mehrere als eine pro Brief und
Bürger in dieser Zahl berücksichtigt) und die An-
hörung jener Bürger hevor, die eine Beanstan-
dung eingereicht hatten. Anschließend zeichnet
der Bürgermeister den Verlauf der PAG-Prozedur
auf einer Zeitschiene nach und verweist auf die
Einspruchmöglichkeiten, die nach dieser Abstim-
mung für die Bevölkerung bestehen sowie auf den
weiteren Verlauf des PAG-Dossiers. Die punktu-
ellen Änderungen des abgeänderten allgemeinen
Bebauungsplans in den einzelnen Ortschaften der
Gemeinde Mamer werden dann auf einer Lein-
wand veranschaulicht, während der Bürgermei-
ster den Gemeinderat und die Zuhörer mit den
dazugehörigen Informationen versorgt. Von den
85 Hektar, die ursprünglich als neues, poten-
zielles zusätzliches Bauland ausgewiesen werden
sollten, sind deren im definitiven PAG-Projekt des
Schöffenrates 31 übrig. 22 weitere Hektar werden
in eine sogenannte „Zone différée“ umgewandelt
und können zu einem späteren Zeitpunkt (ab 2017)
in Bauland umgewandelt werden. Bürgermeister
Gilles Roth (CSV) betont zum wiederholten Male,
dass, selbst wenn Grundstücke jetzt in Bauland
umklassiert würden, nicht umgehend auf diesen
gebaut werden könne. Hierzu bedürfe es immer
noch einzelner Teilparzellierungspläne (PAP), was
konkret bedeute, dass die Gemeinde immer noch
- und wie bisher - die Gestaltung der Bauprojekte
beeinflussen könne.
Gilles Roth geht ferner auf einzelne Punkte des
Gutachtens der staatlichen Planungskommission
ein, die den Schöffenrat erstaunt haben. So u.a.
der Vorschlag, die Bevölkerung zu einem späteren
Zeitpunkt erneut zu befragen. Diesem Vorschlag
trage der aktuelle Schöffenrat nicht Rechnung, so
Gilles Roth energisch, auch habe man den Pre-
mierminister über diesen Entschluss informiert.
In Bezug auf die Entwicklungsstrategie weist der
Bürgermeister den Einwand der staatlichen Pla-
nungskommission zurück, die Gemeinde Mamer
wachse zu schnell. Das Argument, man habe die
„Plans sectoriels“ nicht vollständig berücksich
tigt, entkräftet der Bürgermeister mit dem Gegen-
argument, dass die Gemeinde die „Plans secto
riels“ bis dato nicht bis ins letzte Detail kenne.
Das durchschnittliche Wachstum der Gemeinde
Mamer liege obendrein unter jenem des Landes.
Auch in Sachen Verkehrsinfrastrukturen sowie An-
bindung an das öffentliche Verkehrsnetz sei die
Gemeinde Mamer nicht nur auf der Höhe der Zeit,
sondern könne weiteres Wachstum verkraften.
Die Kläranlage müsse gegebenenfalls zu einem
späteren Zeitpunkt den neuen Gegebenheiten
angepasst werden. Dazu engagiere sich der
Schöffenrat zusammen mit den zuständigen staat-
lichen Instanzen. Bürgermeister Gilles Roth (CSV)
spricht zum Schluss von einem fairen Kompro-
miss im Sinne aller Beteiligten und im Sinne einer
kohärenten Entwicklung der Gemeinde Mamer. Es
gelinge einerseits, neuen, unbedingt notwendigen
Wohnraum zu schaffen, andererseits sei es aber
auch gelungen, die Bedenken der Bevölkerung
in Bezug auf eine eventuelle Minderung der
Lebensqualität zu zerstreuen. Es gehe letztlich um
die langfristige Entwicklung und die langfristige
finanzielle Absicherung der Gemeinde Mamer,
damit auch die künftigen Bürger der Gemeinde
von einer gleichbleibend hohen Lebensqualität
profitieren können. Gilles Roth dankt Gemein-
desekretär Guy Glesener und Gemeindearchitekt
Patrick Wallers sowie den beiden Schöffen Roger
Negri (LSAP) und Luc Feller (CSV) für ihren Einsatz
im Interesse des PAG.
Als erster bezieht der Erste Schöffe, Roger Negri
für die LSAP Stellung. Er weist darauf hin, dass
PAG (Plan d’Aménagement Général) nicht gleich-
bedeutend sei mit bebauten Grundstücken. Jedes
einzelne grössere Bauvorhaben müsse auch wei-
terhin die üblichen öffentlichen Prozeduren eines
PAP (Plan d’Aménagement Particulier) durchlau-
fen. Er nennt den neuen PAG eine Lösung, die
eigentlich jeden zufrieden stellen müsse. Man
habe Kompromisse gemacht, um eben dieses
Ziel zu erreichen. Er unterstreicht den kurz- bis
mittelfristigen Um- und Ausbau der bestehen-
den Kläranlage, nicht zuletzt wegen der von der
Kläranlage ausgehenden Geruchsbelästigung der
Bürger der umliegenden Häuser.
Roger Negri stellt ferner klar, dass die Ländereien
in Mamer zwischen CISMA resp. Scoutshome
und Eisenbahn, Eigentum des Baupromotors
Flavio Becca, nicht zur Bebauung freigegeben