Sitzungsbericht vom 17. Dezember 2012
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Fir eis wichteg Projete fehlen, wéi z.b. Investitioune fir eng nohalteg Entwëcklung, an all déi aner di ech
virdrun obgezielt hunn.
Aus deem Grond kann ech dëse Budget net matstëmmen!
Zum Ofschloss wëll ech all dem Personal aus der Administratioun merci soe fir hir excellent Aarbecht di
si gemaach hu bei der Opstellung vun dësem Budget.
Ech wënsche mir awer, dass dat nächst Joer den Toun am Gemengerot méi respektabel gëtt, an dass
virun allem d’Gemengepersonal méi respektvoll behandelt gëtt. Well ech fäerten, soss kréie mir nach
weider Demissiounen. Net all Gemeng kann zréckgräifen op esou kompetent an engagéiert Personal. An
déi verdéngen all deen neidege Respekt vun eis all.
Ech soen iech Merci fir d’Nolauschteren.
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Auf die Stellungnahme von Rätin Edmée Besch-Glangé (Déi Greng) hin betont Bürgermeister Gilles Roth
(CSV), dass der Schöffenrat zu keinem Zeitpunkt gesagt habe, man werde 85 Hektar Land „verbauen“.
Das sei dem Schöffenrat von den Grünen in den Mund gelegt worden. Man nehme lediglich 85 Hektar
Land in den Bauperimeter hinein und diese könnten erst nach dem Durchlaufen der üblichen gesetzlichen
Prozeduren bebaut werden. Es gehe hier um potenzielles Bauland. Den Vorwurf, es gebe keinen Dialog
mit dem Bürger, lässt Gilles Roth nicht gelten, ebensowenig die Vorwürfe, die ihn via Leserbriefe in den
Zeitungen oder via Facebook erreichen würden. Er betont außerdem, dass die Diskussionen einzelner
Bürger betreffend die gestiegene Grundsteuer in keinem Verhältnis zum realen Verkaufswert der jewei-
ligen Grundstücke stehen würden, die als Bauland ausgewiesen seien. Auch weist er auf die Tatsache
hin, dass die Gemeinde Mamer trotz stabiler Finanzlage nicht in der Lage sei, vom kommunalen Vor-
kaufsrecht bei hektargroßen Flächen zu profitieren. Aus diesem Grund ziehe man die Zusammenarbeit
mit einem öffentlichen Bauträger wie beispielsweise dem „Fonds du Logement“ vor, um erschwinglichen
Wohnraum zu schaffen. Der Bürgermeister untermauert, dass man kein Personal mehr einstelle, mit
30 Prozent Personalkosten gehöre die Gemeinde Mamer nicht umsonst zu den Gemeinden mit den
niedrigsten Personalkosten. Einem Personalaudit für die Gemeindeverwaltung will er sich nicht widerset-
zen, doch werde er, sollte ein solches geplant werden, die Personaldelegation um ihre Meinung fragen.
Betreffend Personalabgänge betont Gilles Roth, dass es jedem Beamten freigestellt sei, sich um einen
Posten in einer anderen Gemeinde zu bewerben. In puncto Protex- und Feuerwehr-Einsatzzentrum Cis-
ma weist er Rätin Besch-Glangé an, die zahlreichen, teils jungen und begeisterten freiwilligen Mitarbeiter
doch bitte nicht zu vergraulen. Es gehe hier um die Sicherheit der Bürger, die auch weiterhin gewährleistet
sein müsse. Und das sei auch der Fall, wenn sich umliegende Gemeinden nicht an den Kosten beteiligen
würden. Die Gemeinde Mamer sei durchaus in der Lage, diese allein zu tragen.
Schöffe Roger Negri (LSAP) ergänzt, dass, betreffend die Umgangsformen während der Gemein-
deratssitzungen, diese gewahrt werden müssten, dass es aber jedem freigestellt sei, die eigene
Meinung oder die seiner Fraktion zu vertreten. Er habe jedoch ein Problem mit der Darstellung einzel-
ner Sachverhalte von Oppositionsparteien außerhalb der Gemeinderatssitzungen, beispielsweise auf
Flugblättern. Anstatt einen Keil zwischen die Bevölkerung zu treiben, solle man vielmehr versuchen, die
Bevölkerung zusammenzuhalten.
Bürgermeister Gilles Roth (CSV) fordert Rat JemP Weydert (Déi Greng) formell auf, seinen Ton in
öffentlichen Gemeinderatssitzungen zu mäßigen und bei der Darstellung politischer Sachverhalte in der
Öffentlichkeit bei der Wahrheit zu bleiben - im Interesse der Gemeinde.
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